In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats Molbergen – zum Abschluss des vergangenen Jahres – wurde Andrea Schneider als neues Mitglied in den Rat aufgenommen und offiziell verpflichtet. Zuvor hatte der Rat festgestellt, dass Thomas Wienken sein Ratsmandat niedergelegt hat. Seinen Verzicht erklärte er schriftlich gegenüber Bürgermeister Witali Bastian.

Mit den nächstmeisten Stimmen der vergangenen Kommunalwahl rückt Schneider von der SPD-Liste nach und trägt damit dem Wählervotum Rechnung. Doch der Zeitpunkt ist besonders: Sie tritt in eine intensive Phase ein – direkt in die Haushaltsberatungen, wenn der Gemeinderat auf Hochtouren arbeitet. Ein Sprung ins tiefe Wasser, könnte man meinen. Doch Schneider hat sich bereits in den vergangenen Monaten
gründlich vorbereitet. Sie hat sich mit den Themen der Gemeinde vertraut gemacht und die laufenden Ratstätigkeiten verfolgt. „Genau dieser spitze Zeitpunkt ist für mich eine große Chance”, erklärt Schneider selbstbewusst. „Ich kann direkt mit voller Kraft in den Haushaltsdebatten mitarbeiten und zeigen, was ich für Molbergen beitragen kann.”
Ein entscheidender Vorteil liegt in der bewussten Vernetzungskultur der SPD Molbergen: Fraktionssitzungen werden regelmäßig in die Ortsvereinssitzungen integriert, was ein offenes und transparentes Gremium schafft. Dadurch arbeitet man von Anfang an gut mit allen Mitgliedern zusammen – nicht nur mit den Fraktionskollegen im Rat. Schneider profitiert direkt von dieser Offenheit: Sie war von Anbeginn der Ratsperiode mitgeholt und involviert, konnte sich einbringen, zuhören und lernen. Das hat ihr den Einstieg deutlich erleichtert und schafft eine solide Grundlage für die Zusammenarbeit.
SPD-Fraktionsvorsitzender Marcel Niemann sieht in Schneiders Einstieg ein starkes Signal: „Andrea bringt eine ungebrochene Motivation mit sich, die vom ersten Tag an spürbar ist. Sie sieht diese Haushaltsdebatte nicht als Hürde, sondern als ideale Gelegenheit, Verantwortung zu übernehmen und unsere Gemeinde aktiv mitzugestalten. Das ist genau die Energie, die wir brauchen.”
Doch dieser Neubeginn ist zugleich ein Abschied – einer, der mit großer Wertschätzung begegnet wird. Thomas Wienken verlässt den Rat nach vier Jahren engagierter Fraktionsarbeit. Seine Entscheidung, den Sitz aus zeitlichen Gründen niederzulegen, wird von der SPD mit vollem Verständnis akzeptiert.
Was Wienken hinterlässt, ist ein Erbe solider Ratsarbeit und wichtiger Impulse. Er war weit mehr als nur ein Ratsmitglied – er war eine verlässliche und fachlich starke Stimme, die mit klarer, oft eigenständiger Haltung die Diskussionen im Rat bereichert hat. Seine Perspektiven haben der Fraktion wertvolle Denkanstöße gegeben. „Mit Thomas hatten wir einen Fraktionskollegen, dessen Zusammenarbeit ich wirklich sehr geschätzt habe. Er hat uns herausgefordert, hat uns mit anderen Blickwinkeln konfrontiert, und genau das hat uns als Fraktion stärker gemacht”, würdigt Niemann.
Besonders bedeutsam ist die Kontinuität: „Wir freuen uns darauf, dass wir Thomas weiterhin im Ortsverein zu Rate ziehen können und auf seine Erfahrung und Meinung bauen dürfen”, ergänzt Schneider respektvoll gegenüber ihrem Amtsvorgänger. Es ist ein Zeichen von Respekt und Zusammenhalt, das über das Ratsmandat hinausgeht.
Im Namen des gesamten Rates dankte Bürgermeister Bastian dem ehemaligen Ratsherrn Thomas Wienken für sein Engagement und überreichte ihm ein Präsent – eine würdige Geste für langjährige, gewissenhafte Arbeit im Dienste der Gemeinde.
Mit der Neubesetzung durch Schneider bleibt die SPD-Fraktion nicht nur handlungsfähig – sie setzt bewusst auf eine Kombination aus erprobter Kontinuität und neuer Dynamik. Das Team ist eingespielt, die Übergabe gelungen. Jetzt freut man sich darauf, weitere Ideen und Impulse in den Rat einzubringen und Molbergen aktiv in den kommenden Monaten zu gestalten. Mit Zuversicht blickt die Fraktion auf die Haushaltsdebatte und die positive Weiterentwicklung der Gemeinde.



