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2026-06-01

Kom­mu­nal­po­li­ti­sche Grund­sät­ze der SPD Nie­der­sach­sen 2026

Kom­mu­nal­po­li­ti­sche Grund­sät­ze der SPD Nie­der­sach­sen 2026
2026-06-01

AUS LIEBE ZUM WIR

Kom­mu­nal­po­li­ti­sche Grund­sät­ze der SPD Nie­der­sach­sen 2026

 

I. WAS UNS ANTREIBT

Die Dör­fer, Gemein­den, Städ­te und Land­krei­se Nie­der­sach­sens sind unse­re Hei­mat. Es sind die Orte, an denen

Poli­tik kon­kret wird – dort, wo die Men­schen leben, arbei­ten, ihre Kin­der groß­zie­hen, alt wer­den und Gemeinschaft

erfah­ren. Wir über­neh­men Ver­ant­wor­tung, weil wir uns mit den Men­schen hier und der Gemein­schaft verbunden

füh­len. Für uns steht der Zusam­men­halt im Mit­tel­punkt, die gemein­sa­me Ver­ant­wor­tung füreinander.

Als Sozi­al­de­mo­kra­tin­nen und Sozi­al­de­mo­kra­ten wis­sen wir: Gute Poli­tik geht nur gemein­sam. Wir haben größten

Respekt und Hoch­ach­tung vor allen, die sich in Nie­der­sach­sen ehren­amt­lich für ande­re enga­gie­ren. Die­ser Einsatz

macht unse­re Hei­mat unglaub­lich stark. Des­halb gehört es in die­sen pola­ri­sier­ten Zei­ten zu unse­ren zentralen

Auf­ga­ben, das „Wir“ – das Mit­ein­an­der – zu stär­ken. Wir arbei­ten dar­an, die rich­ti­gen Rah­men­be­din­gun­gen für

Enga­ge­ment im All­tag zu schaf­fen. Aus Lie­be zum Wir.

Vor Ort in den Kom­mu­nen, oft­mals direkt vor der eige­nen Haus­tür, ent­schei­det sich, ob der All­tag läuft. Ob der Staat

als lösungs­ori­en­tiert, hand­lungs- und zukunfts­fä­hig wahr­ge­nom­men wird. Als Sozi­al­de­mo­kra­tin­nen und

Sozi­al­de­mo­kra­ten wol­len wir ent­schei­dend dazu bei­tra­gen, dass der All­tag der Men­schen funk­tio­niert. Das zeigt sich

bei­spiels­wei­se, wenn die Kita ver­läss­lich geöff­net hat, der Bus pünkt­lich fährt oder das Schwimm­bad erhal­ten bzw.

bezahl­bar bleibt. Das ist unser Anspruch: Wir arbei­ten dafür, dass der All­tag der Men­schen funktioniert!

Wir gestal­ten Kom­mu­nal­po­li­tik mit Herz, Ver­stand und sozi­al­de­mo­kra­ti­schem Kom­pass – für Frei­heit, Gerechtigkeit

und Soli­da­ri­tät. Die­se kom­mu­nal­po­li­ti­schen Grund­sät­ze sol­len als Ori­en­tie­rungs­rah­men der SPD Niedersachsen

die­nen.

Aus Lie­be zum Wir meint: Aus Lie­be zu unse­rem Dorf, unse­rer Stadt, unse­rem Orts­teil – dort wo wir leben. Aus Liebe

zu unse­rer Heimat.

 

II. UNSER LEITBILD

Unse­re kom­mu­nal­po­li­ti­sche Arbeit grün­den wir auf unse­ren sozi­al­de­mo­kra­ti­schen Grund­wer­ten Freiheit,

Gerech­tig­keit und Soli­da­ri­tät. Sie geben uns Ori­en­tie­rung und Halt. Auf kom­mu­na­ler Ebe­ne wer­den die­se Werte

kon­kret: in Sport­hal­len und Klas­sen­zim­mern, im Rat­haus, im Orts­teil und im Ehrenamt.

Aus Lie­be zum Wir über­neh­men wir Ver­ant­wor­tung für star­ke und funk­tio­nie­ren­de Kom­mu­nen. Sozialdemokratische

Kom­mu­nal­po­li­tik bedeu­tet für uns, prag­ma­tisch Pro­ble­me zu lösen. Wir ste­hen für einen hand­lungs­fä­hi­gen Staat vor

Ort, der gestal­tet, unter­stützt und ver­läss­lich handelt.

Unser Leit­bild ist geprägt von fünf Grundsätzen:

• Respekt und Zusam­men­halt – Das Mit­ein­an­der ist unse­re Stär­ke, Aus­gren­zung ist nicht akzeptabel.

• Ver­läss­lich­keit und Sicher­heit im All­tag der Men­schen – Poli­tik muss funk­tio­nie­ren und pragmatische

Lösun­gen bieten.

• Hand­lungs­fä­hi­ge Kom­mu­nen und Ver­wal­tun­gen – Auf­ga­ben brau­chen Res­sour­cen und Vertrauen.

• Demo­kra­ti­sche Teil­ha­be – Ent­schei­dun­gen müs­sen nach­voll­zieh­bar sein. Die Men­schen müs­sen vor Ort

gehört wer­den und aktiv mit­ge­stal­ten können.

• Gleich­wer­ti­ge Lebens­ver­hält­nis­se – Stadt und Land gehö­ren zusammen.

Kom­mu­nal­po­li­tik ist für uns immer auch Gesell­schafts­po­li­tik. Aus Lie­be zum Wir setzt sich die SPD Niedersachsen

ent­schie­den gegen Hass, Het­ze und demo­kra­tie­feind­li­che Ten­den­zen ein – und für mehr Mit­ein­an­der. Wir leisten

2026 und dar­über hin­aus unse­ren Bei­trag, um gemein­sam mit den Men­schen in Nie­der­sach­sens Kom­mu­nen die

Erfolgs­ge­schich­te unse­res Grund­ge­set­zes fortzuschreiben.

 

III. UNSERE ZENTRALEN ZIELE: WAS JETZT ZÄHLT

1. Zusam­men­halt und Sicher­heit im Alltag

Alle Men­schen müs­sen sich in ihren Städ­ten und Gemein­den sicher und respek­tiert füh­len – auf Stra­ßen und

Plät­zen, im öffent­li­chen Raum. Wir set­zen auf Sicher­heit in jeder Hin­sicht. Dazu gehö­ren sau­be­re, hel­le öffentliche

Räu­me, eine funk­tio­nie­ren­de kom­mu­na­le Ord­nungs­po­li­tik und star­ke sozia­le Ange­bo­te. Sicher­heit ist für uns immer

auch eine sozia­le Fra­ge. Neue Kri­sen­la­gen zei­gen die Bedeu­tung eines leis­tungs­fä­hi­gen Kata­stro­phen- und

Zivil­schut­zes. Ein­satz­kräf­te und Ehren­amt­li­che ver­die­nen Aner­ken­nung, gute Aus­stat­tung und verlässliche

Unter­stüt­zung. Wir stär­ken mit dem Zusam­men­halt auch die Sicher­heit im Alltag.

 

2. Arbeit und Wirt­schaft zukunfts­fest machen

Kom­mu­nen sind wirt­schaft­li­che Lebens­räu­me und prä­gen Chan­cen, Beschäf­ti­gung und Zukunftsperspektiven.

Sozi­al­de­mo­kra­ti­sche Kom­mu­nal­po­li­tik steht an der Sei­te der Beschäf­tig­ten und der Unter­neh­men, die Verantwortung

über­neh­men. Wir wer­den unter­stüt­zen, wo immer es dar­um geht, Betrie­be und Arbeits­plät­ze zukunfts­fest zu machen.

Wir wis­sen: Leis­tungs­fä­hi­ge kom­mu­na­le Unter­neh­men sind das Rück­grat der Daseinsfürsorge

Wir set­zen auf gute Arbeit, fai­re Löh­ne, Tarif­bin­dung und Mit­be­stim­mung. Öffent­li­che Auf­trä­ge und

Wirt­schafts­för­de­rung sol­len sozia­le und tarif­li­che Stan­dards sichern. Mit­tel­stand, Hand­werk und

Indus­trie­ar­beits­plät­ze sind glei­cher­ma­ßen zu stär­ken. Das gilt auch für den regio­na­len Han­del; wir wol­len lebendige

Innen­städ­te und Orts­zen­tren för­dern. In Zei­ten, in denen Resi­li­enz immer wich­ti­ger wird, brau­chen wir wei­ter­hin eine

star­ke Landwirtschaft.

 

3. Ver­läss­lich­keit von Anfang an

Fami­li­en sind viel­fäl­tig und leis­ten jeden Tag einen unver­zicht­ba­ren Bei­trag für unse­re Gesell­schaft. Kommunale

Poli­tik ent­schei­det maß­geb­lich dar­über, ob Fami­li­en ihren All­tag ver­läss­lich orga­ni­sie­ren kön­nen. Fehlende

Betreu­ungs­plät­ze, ein­ge­schränk­te Öff­nungs­zei­ten oder über­las­te­te Ein­rich­tun­gen tref­fen Fami­li­en unmit­tel­bar und

ver­schär­fen sozia­le Ungleichheiten.

Des­halb gilt für uns: Wir arbei­ten dafür, dass Fami­li­en ver­läss­li­che Struk­tu­ren im All­tag bekom­men. Gute Bildung

und Betreu­ung sind zen­tra­le Vor­aus­set­zun­gen für Chan­cen­ge­rech­tig­keit, eine lang­fris­tig star­ke Wirt­schaft und

gesell­schaft­li­chen Zusammenhalt.

Fami­lie ist heu­te bunt. Für uns ist Fami­lie immer dort, wo Kin­der sind – unab­hän­gig davon, ob sie im traditionellen

Ver­bund von Mut­ter, Vater und Kind(ern) auf­wach­sen, bei Allein­er­zie­hen­den, in Patch­work­fa­mi­li­en oder in

gleich­ge­schlecht­li­chen Fami­li­en. Die­se Viel­falt ist geleb­te Rea­li­tät und ver­dient Aner­ken­nung und Unterstützung.

Wir set­zen uns für aus­rei­chend Krip­pen- und Kita-Plät­ze, ver­läss­li­che Ganz­tags­an­ge­bo­te und wohn­ort­na­he, gut

aus­ge­stat­te­te und moder­ne Schu­len ein. Bil­dung darf nicht vom Wohn­ort oder vom Ein­kom­men der Eltern abhängen.

Stadt und Land müs­sen glei­cher­ma­ßen gute Bedin­gun­gen bieten.

Mit Beginn des Schul­jah­res 2026/2027 greift der Rechts­an­spruch für alle Grund­schü­ler auf eine Ganztagsbetreuung.

Die Ein­füh­rung erfolgt schritt­wei­se mit Klas­se 1 und wird bis 2029/2030 die Klas­sen 1–4 umfas­sen. Ein wich­ti­ger und

rich­ti­ger Schritt. Die Umset­zung ist aller­dings mit Her­aus­for­de­run­gen ver­bun­den und es wird auch nicht sofort alles

per­fekt sein.

Der Fach­kräf­te­man­gel in Kitas, Schu­len und sozia­len Ein­rich­tun­gen ist eine der größ­ten Her­aus­for­de­run­gen der

kom­men­den Jah­re. Gute Arbeits­be­din­gun­gen, ver­läss­li­che Per­so­nal­be­mes­sung, Fort- und Wei­ter­bil­dung sowie faire

Bezah­lung sind ent­schei­dend. Kom­mu­nen dür­fen mit die­ser Auf­ga­be nicht allein gelas­sen werden.

Zu Fami­li­en­freund­lich­keit gehö­ren attrak­ti­ve Spiel‑, Sport- und Begeg­nungs­räu­me sowie unterstützende

Ver­wal­tungs­an­ge­bo­te. Aus Lie­be zum Wir set­zen wir uns für Kom­mu­nen ein, in denen Kin­der, Eltern und Fachkräfte

ver­läss­li­che Unter­stüt­zung im All­tag haben.

 

4. Bezahl­bar Wohnen

Der Man­gel an bezahl­ba­rem Wohn­raum ist zu einer der drän­gends­ten sozia­len Fra­gen unse­rer Zeit gewor­den. In

zahl­rei­chen Städ­ten und Gemein­den stei­gen Mie­ten schnel­ler als Ein­kom­men, wäh­rend zu wenig neu­er bezahlbarer

Wohn­raum ent­steht. Gleich­zei­tig ver­schär­fen stei­gen­de Bau­kos­ten und hohe Zin­sen die Situa­ti­on weiter.

Wir Sozi­al­de­mo­kra­tin­nen und Sozi­al­de­mo­kra­ten ver­ste­hen Woh­nen als öffent­li­che Auf­ga­be. Kom­mu­nen und

kom­mu­na­le Woh­nungs­bau­ge­sell­schaf­ten müs­sen wie­der stär­ker in die Lage ver­setzt wer­den, selbst Woh­nun­gen zu

bau­en oder zu kau­fen und zu ver­mie­ten. Dazu gehö­ren eine vor­aus­schau­en­de und sozi­al ausgerichtete

Boden­po­li­tik, die Nut­zung kom­mu­na­ler Vor­kaufs­rech­te sowie die stra­te­gi­sche Ent­wick­lung von Wohn­raum auf

Bestands- und Kon­ver­si­ons­flä­chen. Der sozia­le und gemein­wohl­ori­en­tier­te Woh­nungs­bau hat für uns Vor­rang vor

spe­ku­la­ti­ven Inter­es­sen. Kom­mu­na­le und genos­sen­schaft­li­che Woh­nungs­un­ter­neh­men sind zen­tra­le Akteu­re einer

sozia­len Woh­nungs­po­li­tik und müs­sen gestärkt wer­den. Öffent­li­che För­de­rung soll dort ein­ge­setzt wer­den, wo sie

dau­er­haft bezahl­ba­ren Wohn­raum schafft.

Woh­nen muss in Stadt und Land glei­cher­ma­ßen bezahl­bar und attrak­tiv sein. Nach­hal­ti­ges und seri­el­les Bauen

bie­tet die Chan­ce, Bau­kos­ten zu sen­ken und gleich­zei­tig öko­lo­gi­sche Stan­dards zu sichern. Energieeffiziente

Gebäu­de redu­zie­ren lang­fris­tig die Neben­kos­ten und ent­las­ten Mie­te­rin­nen und Mie­ter. Für die bes­se­re und

schnel­le­re Rea­li­sie­rung zusätz­li­cher Hoch­bau­pro­jek­te, u. a. für gro­ße und kom­ple­xe Schul­sa­nie­rungs- und

bau­maß­nah­men, set­zen wir hier­bei auch auf die Grün­dung kom­mu­na­ler Hochbaugesellschaften.

Das Dach über dem Kopf ist ein Grund­recht. Dafür arbei­ten wir aus Lie­be zum Wir. Denn Kom­mu­nen tra­gen eine

zen­tra­le Ver­ant­wor­tung dafür, dass bezahl­ba­rer Wohn­raum für alle ver­füg­bar ist.

Wäh­rend in Bal­lungs­räu­men Wohn­raum­man­gel herrscht, gilt es in länd­li­chen Regio­nen, vor­han­de­ne Poten­zia­le zu

nut­zen und Orte leben­dig zu hal­ten. Bezahl­ba­res Woh­nen für alle Gene­ra­tio­nen ist Vor­aus­set­zung für

gesell­schaft­li­chen Zusam­men­halt – dafür arbei­ten wir aus Lie­be zu einem guten Miteinander.

 

5. Gemein­sam statt privat

Ener­gie, Was­ser, Abfall, öffent­li­cher Nah­ver­kehr, Gesund­heits­ver­sor­gung, Pfle­ge und kom­mu­na­ler Wohnungsbau

prä­gen den All­tag der Men­schen unmit­tel­bar und beein­flus­sen die Lebens­qua­li­tät. Wir zie­hen eine kla­re Grenze:

Pri­va­ti­sie­run­gen­leh­nen wir ab. Öffent­li­che Ver­sor­gung und Daseins­vor­sor­ge gehört in die Hän­de aller.Wo sinnvoll,

unter­stüt­zen wir Wege der Rekommunalisierung.

Kom­mu­na­le Unter­neh­men sind stra­te­gi­sche Instru­men­te öffent­li­cher Gestal­tung. Ihre Gewin­ne die­nen dem

Gemein­wohl und sind in Infra­struk­tur und kom­mu­na­le Zukunfts­auf­ga­ben zu reinves­tie­ren – aus Lie­be zum Wir.

Zu einer star­ken Daseins­für­sor­ge gehört eine flä­chen­de­cken­de, qua­li­ta­ti­ve hoch­wer­ti­ge Gesundheitsversorgung.

Kom­mu­na­le Kli­ni­ken bil­den dabei das Zen­trum der Ver­sor­gungs­struk­tur in Stadt und Land. Wir set­zen uns dafür ein,

dass sie aus­kömm­lich finan­ziert und in ihrer wich­ti­gen Funk­ti­on erhal­ten bleiben.

 

6. Hand­lungs­fä­hi­ge Kom­mu­nen und star­ke Verwaltungen

Kom­mu­nen müs­sen ihre Auf­ga­ben erfül­len kön­nen. Dafür brau­chen sie eine ver­läss­li­che Finanzausstattung,

aus­rei­chend Per­so­nal und ech­te Gestaltungsspielräume.

Unse­re Städ­te, Gemein­den und Land­krei­se tra­gen einen Groß­teil der staat­li­chen Ver­ant­wor­tung im All­tag der

Men­schen. Sie orga­ni­sie­ren Betreu­ung, Bil­dung, Mobi­li­tät, Kul­tur­ange­bo­te, Sicher­heit und sozia­le Infrastruktur.

Gleich­zei­tig sind vie­le Kom­mu­nen struk­tu­rell über­for­dert: Pflicht­auf­ga­ben wach­sen, Inves­ti­ti­ons­rück­stän­de nehmen

zu, wäh­rend Ein­nah­men unsi­cher blei­ben und finan­zi­el­le Spiel­räu­me schwinden.

Die­se Ent­wick­lung ist kein Natur­ge­setz. Kom­mu­na­le Hand­lungs­fä­hig­keit schei­tert nicht am feh­len­den Engagement

vor Ort, son­dern an poli­ti­schen Rah­men­be­din­gun­gen. Wer Kom­mu­nen immer neue Auf­ga­ben über­trägt, muss auch

für deren aus­kömm­li­che Finan­zie­rung sor­gen. Des­halb set­zen wir uns, auch in Hin­blick auf den Zukunfts­pakt für

Bund, Län­der und Kom­mu­nen, für eine auf­ga­ben­ori­en­tier­te, dau­er­haf­te und ver­läss­li­che Finanz­aus­stat­tung der

Kom­mu­nen ein. Dabei muss es ins­be­son­de­re auch um eine bes­se­re Auf­tei­lung der gesamt­ge­sell­schaft­li­chen Kosten

des Sozi­al­staa­tes gehen. Beson­ders hoch ver­schul­de­te Kom­mu­nen müs­sen beson­ders in den Blick genommen

wer­den, damit sie wie­der gestal­ten kön­nen statt nur zu verwalten.

Hand­lungs­fä­hi­ge Kom­mu­nen brau­chen leis­tungs­fä­hi­ge Ver­wal­tun­gen. Der (Fach)Kräftemangel in den Verwaltungen

ist längst zu einem zen­tra­len Pro­blem für unse­ren Staat und unse­re Demo­kra­tie gewor­den. Ohne ausreichend

Per­so­nal, zeit­ge­mä­ße Arbeits­be­din­gun­gen und kla­re Zustän­dig­kei­ten blei­ben poli­ti­sche Entscheidungen

wir­kungs­los. Wir wol­len kom­mu­na­le Ver­wal­tun­gen als attrak­ti­ve Arbeit­ge­ber stär­ken – mit moder­nen Arbeitsformen,

guter Ver­ein­bar­keit von Beruf und Fami­lie sowie geziel­ter Fort- und Weiterbildung.

Büro­kra­tie­ab­bau ist für uns Vor­aus­set­zung für funk­tio­nie­ren­de Kom­mu­nen. Weni­ger Berichts­pflich­ten, weniger

Mehr­fach­prü­fun­gen und kla­re­re Zustän­dig­kei­ten schaf­fen Zeit für das Wesent­li­che. Digi­ta­li­sie­rung muss konsequent

als Ent­las­tungs­in­stru­ment genutzt wer­den: Sie soll Ver­fah­ren ver­ein­fa­chen, Bear­bei­tungs­zei­ten ver­kür­zen und

Beschäf­tig­te unter­stüt­zen – nicht zusätz­li­che Anfor­de­run­gen schaffen.

Star­ke Ver­wal­tun­gen sind ein zen­tra­ler Fak­tor für das Ver­trau­en in Staat und Demo­kra­tie. Wer den All­tag der

Men­schen ver­bes­sern will, muss die Kom­mu­nen stär­ken. Und das wol­len wir.

 

IV. GEMEINSAM HANDLUNGSSPIELRÄUME SICHERN

Die vor­an­ge­gan­ge­nen Schwer­punk­te zei­gen, wie breit und anspruchs­voll kom­mu­na­le Ver­ant­wor­tung heu­te ist.

Kom­mu­nen gestal­ten Bil­dung und Betreu­ung, sichern Woh­nen, orga­ni­sie­ren Daseins­vor­sor­ge, stär­ken Wirtschaft

und Zusam­men­halt und reagie­ren auf Kri­sen­la­gen. Sie sind damit zen­tra­le Akteu­re staat­li­chen Han­delns – und

zugleich die Ebe­ne, auf der poli­ti­sche Ent­schei­dun­gen unmit­tel­bar spür­bar werden.

Die­se Ver­ant­wor­tung kann jedoch nur dann wahr­ge­nom­men wer­den, wenn die poli­ti­schen Rahmenbedingungen

stim­men. Kom­mu­nen brau­chen nicht nur Auf­ga­ben, son­dern auch die Mit­tel, die Frei­heit und das Ver­trau­en, um sie

zu erfül­len. Die Fra­ge nach hand­lungs­fä­hi­gen Kom­mu­nen ist des­halb immer auch eine Fra­ge nach der Rol­le des

Lan­des und des Bundes.

Sozi­al­de­mo­kra­ti­sche Kom­mu­nal­po­li­tik denkt Ver­ant­wor­tung gemein­sam. Das ist 2025 deut­lich gewor­den, als dank

des sozi­al­de­mo­kra­ti­schen Ver­hand­lungs­ge­schicks das 500-Mil­li­ar­den-Infra­struk­tur­pa­ket des Bun­des mit 100

Mil­li­ar­den für Kom­mu­nen und Län­der auf den Weg gebracht wur­de, das Kom­mu­nal­för­der­ge­setz mit dem

“Kom­mu­na­len Inves­ti­ti­ons­pro­gramm” (KIP3) im Umfang von 600 Mil­lio­nen Lan­des­mit­teln und die Erhö­hung der

Erstat­tung des Lan­des für das Kita-Per­so­nal im Umfang von mehr als 250 Mil­lio­nen Euro jährlich.

Unser Kurs ist klar: Wir set­zen auf eine part­ner­schaft­li­che Zusam­men­ar­beit und eine fai­re Las­ten­ver­tei­lung. Nur

wenn die Ebe­nen zusam­men­spie­len, kann der All­tag der Men­schen gut funk­tio­nie­ren. Neue Auf­ga­ben für die

Kom­mu­nen dür­fen nur mit gesi­cher­ter Finan­zie­rung über­tra­gen werden.

Kom­mu­nen brau­chen mehr Ent­schei­dungs­spiel­räu­me und weni­ger klein­tei­li­ge Vor­ga­ben. Standardisierung,

Unter­stüt­zung und Ver­trau­en sind der Schlüs­sel für hand­lungs­fä­hi­ge Kommunen.

Gleich­wer­ti­ge Lebens­ver­hält­nis­se in Stadt und Land blei­ben ein zen­tra­ler Anspruch sozi­al­de­mo­kra­ti­scher Poli­tik in

Nie­der­sach­sen.

 

V. AUS LIEBE ZUM WIR

Aus Lie­be zum Wir, zu einem guten Mit­ein­an­der in Nie­der­sach­sens Kom­mu­nen tritt die SPD Nie­der­sach­sen bei der

Kom­mu­nal­wahl 2026 an. Gemein­sam mit unse­ren Kan­di­die­ren­den sind wir bereit, Ver­ant­wor­tung für ein gutes

Mit­ein­an­der, mehr Ver­läss­lich­keit im All­tag und eine gute Zukunft der Men­schen in unse­ren Kom­mu­nen zu

über­neh­men. Dafür kan­di­die­ren Sozi­al­de­mo­kra­tin­nen und Sozi­al­de­mo­kra­ten im gan­zen Land zur Kom­mu­nal­wahl am

13. Sep­tem­ber 2026. Dafür kämp­fen wir gemeinsam.

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