Der SPD-Ortsverein Molbergen hat bei seiner jüngsten Mitgliederversammlung turnusgemäß den Vorstand neu gewählt. Mit bewährten Kräften und frischen Impulsen stellt sich die SPD solide für die kommenden Herausforderungen auf – insbesondere mit Blick auf die Kommunalwahl 2026.
Im Amt des Vorsitzenden wurde Marcel Niemann bestätigt. Ihm zur Seite steht künftig Andrea Schneider als stellvertretende Vorsitzende. Schneider, die über viele Jahre die Kasse verantwortet hat, bringt umfassende Erfahrung und Verlässlichkeit in ihre neue Rolle ein. „Ich freue mich sehr über das entgegengebrachte Vertrauen. Gemeinsam wollen wir die Arbeit des Ortsvereins so weiterentwickeln, dass die Bürgerinnen und Bürger weiterhin direkt von unserer Politik profitieren“, erklärte Schneider.
Der Vorstand wird ergänzt durch Jürgen Schlömer als neuer Kassenführer sowie Stefan Grol als Veranstaltungsbeauftragten.
In einem personellen Wechsel agiert Theo Bruns künftig zusammen mit dem langjährigen Revisor Werner Michalski als unabhängiges Kontrollorgan des Vereins. Bruns zieht sich damit bewusst aus der Vorstandsarbeit zurück, übernimmt jedoch als Revisor weiterhin Verantwortung für den Ortsverein.
Der Bericht aus dem Rat hat für intensive Diskussionen gesorgt. Ein Schwerpunkt war die Kritik an der ablehnenden Haltung der anderen Rats-Fraktionen gegenüber gleich drei SPD-Initiativen. Die Versammlung stimmte mit klarer Mehrheit den kritischen Worten des Mitglieds Heiner Knipper zu, der die fehlende politische Unterstützung für Barrierefreiheit und einen Mängelmelder deutlich anprangerte: „Missstände aufzudecken und für mehr Transparenz zu sorgen liegt im Interesse aller Bürgerinnen und Bürger — ich sehe es als Beschämung, dass dies in Teilen des Gemeinderats nicht gewollt wird.“ Damit brachte Knipper die Haltung der gesamten Mitgliederversammlung pointiert zum Ausdruck.
Auffallend ist, dass die Molbergen-App zwischenzeitlich, still und heimlich, um einen „Mängelmelder“ ergänzt wurde, obwohl der SPD-Antrag dafür vorher abgelehnt wurde. Die Umsetzung aber entspreche der SPD nach bei Weitem nicht den Anforderungen an Transparenz und Benutzerfreundlichkeit. „Offenbar werden unsere Vorschläge zwar übernommen, aber nicht ernsthaft umgesetzt“, mahnt Fraktionsvorsitzender Marcel Niemann an.
Auch zur bevorstehenden Bürgermeisterwahl herrschte großer Unmut, aber auch breiter Konsens. Die Mitglieder zeigten sich enttäuscht und skeptisch gegenüber dem von der CDU angestrebten Bündnis, das nach außen den Anspruch vermitteln möchte, „breit, unabhängig und transparent“ zu sein. „Uns als SPD-Fraktion dann als einzige nicht mit einzubeziehen und erst kurzfristig sowie fast nebensächlich zu informieren — das passt nicht zu den selbst formulierten Ansprüchen dieses Bündnisses“, kritisierte die Versammlung geschlossen.
Vorsitzender Niemann bedankte sich zum Abschluss bei den Anwesenden für das erneut entgegengebrachte Vertrauen und betonte:
„Wir haben mit unserem Vorstandsteam eine stabile und erfahrene Basis geschaffen. Damit sind wir bestens vorbereitet, um den Menschen in Molbergen auch bei den kommenden Wahlen engagiert und transparent zu dienen.“



