Die SPD-Fraktion würdigt die Leistungen von Bürgermeister Witali Bastian – fordert allerdings auch klare Perspektiven für die bevorstehende Kommunalwahl.
Molbergen – Die SPD-Fraktion im Molberger Gemeinderat begrüßt die erneute Kandidatur von Bürgermeister Witali Bastian zur Kommunalwahl 2026. „Wir schätzen die Arbeit der vergangenen Jahre und die weitgehend konstruktive Zusammenarbeit mit dem Bürgermeister“, erklärt SPD-Fraktionsvorsitzender Marcel Niemann. „Viele Projekte konnten wir gemeinsam voranbringen. Doch auf Erfolgen sollte man sich nicht ausruhen – entscheidend sind die Aufgaben von morgen.“
Die SPD-Fraktion betont jedoch, dass die Einbindung des Rates und der Fraktionen in zentrale Fragen nicht immer frühzeitig und transparent erfolgte. „Die jüngste Bekanntgabe hatte einen recht spontanen Charakter und steht etwas symptomatisch für die Bilanz des Bürgermeisters. Wir hätten uns eine frühzeitige Einbindung gewünscht, um uns auf die anstehenden Entscheidungsprozesse angemessen vorbereiten zu können“, erklärt Niemann. Die SPD habe sich daher noch nicht entschieden, ob sie die Kandidatur Bastians unterstützen werde. Sie werden das Teilnehmerfeld genau beobachten und dann entscheiden ob sie eine bestehende Kandidatur unterstützen oder selbst jemand ins Rennen schicken.
Mit Blick auf mögliche Gegenkandidaturen äußert die SPD Verständnis für den Wunsch nach einer echten Wahl: „Demokratie lebt vom Wettbewerb um die besten Ideen. Die Bürgerinnen und Bürger verdienen es, eine Wahl zu haben. Alles andere wäre ein Stillstand der Debatte“, heißt es aus der Fraktion.
Die SPD beobachtet daher die von den Christdemokraten angekündigte Pressekonferenz mit Spannung. Verwunderung hat dabei ausgelöst, dass die SPD-Fraktion in diesen Vorbereitungen bislang nicht eingebunden wurde. „Ein Dialog mit uns wäre ein Gebot der Fairness gewesen. Transparente Absprachen sind entscheidend, wenn es um die Zukunft unserer Gemeinde geht“, stellt Niemann klar.
Die SPD bekräftigt abschließend ihre Bereitschaft zum konstruktiven Miteinander und kündigt zugleich an, den Wahlprozess wachsam zu begleiten: „Politik darf kein Selbstgespräch im stillen Kämmerlein bleiben – sie gehört ins Licht der Öffentlichkeit. Wir reichen die Hand zur Zusammenarbeit, aber wir scheuen auch nicht davor zurück, Dinge beim Namen zu nennen.“



